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Detour - Umleitung (1945)

Über die Darsteller:

Claudia Drake ist hier als Sue Harvey zu sehen. Die Schauspielerin wurde als Olga Judy Fishbine am 30. Januar 1918 in Los Angeles, Kalifornien, USA geboren und verstarb ebendort am 19. Oktober 1997. Sie war u. a. zu sehen in: Calypso Joe, 1957; TV: Wagon Train, 1957; Der Colt sitzt locker, 1948; Rin Tin Tin - Die Rückkehr, 1947; Enemy of Women, 1944; Border Patrol, 1943; No greater Sin, 1941.

Ann Savage wurde am 19. Februar 1921 in Columbia, South Carolina, USA geboren und verstarb am 25. Dezember 2008 in Hollywood, Kalifornien, USA. Sie wirkte u. a. mit in: My Winnipeg, 2007; Fire with Fire - Verbotene Leidenschaft, 1986; Am Tode vorbei, 1953; Buschteufel im Dschungel, 1950; Jungle Flight, 1947; Midnight Manhunt, 1945; Passport to Suez, 1943; Eine Frau hat Erfolg, 1943; Immer mehr, immer fröhlicher, 1943; Dangerous Blondes, 1943. Hier ist sie als Vera zu sehen.

 


Kommentar zum Film:

Die Trostlosigkeit von Al beginnt bereits mit den ersten Szenen des Filmes. Doch die absolute Tiefe hat er hier noch nicht erreicht. Als der Handlungsreisende stirbt, fürchtet Al, dass der Tote ihm angelastet werden könnte, so nimmt er dessen Identität an. Vera, die den echten Haskell kannte, versucht nun Al zu erpressen. Einerseits fühlen sich beide zueinander hingezogen, andererseits umkreisen sie sich wie zwei gefrässige Raubkatzen, deren Beute jeweils der andere ist.
Doch "Detour - Umleitung" ist nicht nur einer der besten Vertreter des Genres "Film Noir", sondern auch in sich, durch Vera, eine Femme Fatale - Version der gnadenlosesten Sorte.
Man mag "Detour" ansehen, dass er schnell abgedreht wurde und ein schmales Budget hatte, trotzdem ist er der beste Film Noir Vertreter, den Edgar G. Ulmer drehte. Dieser Film wurde sogar in das "United States National Film Registry" aufgenommen, mit der Begründung "geschichtlich, kulturell und ästhetisch bedeutsam" zu sein. Der begnadete Regisseur schaffte hier einen surrealen Albtraum zu entwickeln, der verstärkt wird durch surreale Bilder-Kulissen, kargen Räumlichkeiten und immer wieder nebligen Szenen. Vielleicht ist sogar seine Sue nur eine Wunschvorstellung, ein schön geredeter Traum.
So richtig ist dann auch Sue nie zu sehen, nur kurz, wenn er angeblich mit ihr telefoniert, oder später, ebenfalls nur sehr kurz - und nie hat man das Gefühl sie würde so richtig in die Handlung passen!
Eine Juke-Box präsentiert uns das Lied "I can't believe that you're in love with me", worin auch wieder diese Andeutung versteckt ist, dass die Liebe, die Al vorgibt mit Sue zu verbinden, imaginärer Wunschgedanke sein könnte. Doch alle Träume und Wünsche wandeln sich mit Vera zu Albträumen. Ihre Femme Fatale - Rolle ist brutal, zynisch und giftig. Sie trägt den eiskalten Horror in ihrem Blick, in ihren Augen, in ihren Gesten. Dass er die Anhalterin mitnimmt, ist Al's größter Fehler. Ein Fehler, den er nicht mehr ändern kann.


"Detour" ist ein Film für alle "Film Noir"-Fans, für Krimi-Fans, die Mystery lieben und ein absoluter Filmklassiker für wahre Film-Fans!

Unsere Bewertung: Note 1,5. (Note 1 = sehr gut, Note 6 = nicht zu empfehlen.)

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