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Blut an den Lippen (1971)

Über die Darsteller:

Delphine Seyrig wurde am 10. April 1932 in Beirut, heute Libanon geboren und verstarb nach längerer Krankheit am 15. Oktober 1990 in Paris, Frankreich. Sie war u. a. zu sehen in: Johanna D'Arc of Mongolia, 1989; The Beast of the Jungle, 1988; Sieben Frauen - Sieben Todsünden, 1986; Wie aus heiterem Himmel, 1985; Dorian Gray im Spiegel der Boulevardpresse, 1984; Menschengesichter, 1981; Freak Orlando, 1981; Die verlorene Zeit, 1980; Liebe Unbekannte, 1980; Rollenspiele, 1977; Baxter, Vera Baxter, 1976; Der letzte Schrei, 1975; Die schwarze Windmühle, 1974; Nora, 1973; Der Schakal, 1973; Der diskrete Charme der Bourgeoisie, 1972; Tartuffe, 1971; Die Lilie im Tal, 1970; Eselshaut, 1970; Mr. Freedom, 1969; Die Milchstraße, 1969; Geraubte Küsse, 1968; Hedda Gabler, 1967; Accident - Zwischenfall in Oxford, 1967; Wer sind Sie, Polly Maggoo?, 1966; Das dritte Konzert, 1963; Muriel oder die Zeit der Wiederkehr, 1963; Letztes Jahr in Marienbad, 1961;TV: Sherlock Holmes, 1954. Hier ist sie als Gräfin Bathory zu sehen.

Andrea Rau spielt hier als "Ilona Harczy". Die Schauspielerin wurde in freizügigen Rollen sehr bekannt, geboren wurde sie am 31. Oktober 1947 in Stuttgart, Deutschland. Sie wirkte bisher u. a. mit in: Die Aufklärungsrolle - Als die Liebe laufen lernte, 1988; TV: Die Hausmeisterin, 1987; Tapetenwechsel, 1984; TV: Der Glücksritter, 1984; TV: Kreisbrandmeister Felix Martin, 1982; TV: Ein Mann will nach oben, 1978; TV: Cafe Wernicke, 1978; TV-Miniserie: Ein Mann für alle Fälle, 1978; TV-Miniserie: Jean- Christophe, 1978; Die Vertreibung aus dem Paradies, 1977; Tatort: Abendstern, 1976; Das Netz, 1975; Spielball der Lust, 1974; TV: Sergeant Berry (als Betty McMillan in 24 Folgen von 1974 bis 1975), 1974; TV: Rabe, Pilz & dreizehn Stühle, 1972; Dem Täter auf der Spur - Der Tod in der Maske, 1972; Das sexte Programm, 1971; Glückspilze, 1971; Eins, 1971; Fluchtweg St. Pauli - Großalarm für die Davidswache, 1971; Robinson und seine wilden Sklavinnen, 1971; Komm nach Wien, ich zeig' dir was!, 1970; Frau Wirtin bläst auch gern Trompete, 1970; Das Stundenhotel von St. Pauli, 1970; Die liebestollen Baronessen, 1970; Wenn die tollen Tanten kommen, 1970; Liebe durch die Hintertür, 1969; Rat' mal, wer heut bei uns schläft..., 1969; Warum hab ich bloß 2 mal ja gesagt?, 1969; Charley's Onkel, 1969; Quartett im Bett, 1968.

 

Kommentar zum Film/Small Talk:

Dass "Blut an den Lippen" von Harry Kümel den Vampirfilm nicht neu erfindet, vor allen Dingen den Vampirfilm der Horror und Erotik mixt, dürfte allen Genre-Fans klar sein.
Bereits nach "Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens" (1922) gab es im selben Jahr noch "The Blond Vampire", 1936 folgte "Draculas Tochter", wegweisend war dann schon eher wieder "Der Vampir von Notre Dame" (1956, Regie: Mario Bava), mehr dem eigentlich Genre zugewandt: "Dracula und seine Bräute" (1960, Regie: Terence Fisher), während mehr der Erotik zugeneigt, Regisseur Roger Vadim "Und vor Lust zu sterben" 1960 drehte.
"Planet der Vampire" von Regisseur Mario Bava trug den Schrecken in den Weltraum und nahm das "Alien"-Thema vorweg, aber auch schemenhafte Anspielungen in Sachen Erotik. Offensichtlich in Richtung Erotik spielten folgende Filme an: Der Todesengel, 1968; Laila - Vampir der Lust, 1968; Das Lustschloß der grausamen Vampire, 1969 - und: Beiß mich, Liebling (1970; Regie: Helmut Förnbacher).
Neben dem reinen Horrorfilm spielte man weiterhin mit dem naheliegenden Thema der Erotik: "Comtesse des Grauens" (1971), "Nur Vampire küssen blutig" (1971), "Sexual- Terror der entfesselten Vampire" (1971), "Vampyros Lesbos - Erbin des Dracula" (1971), "Dracula jagt Minimädchen" (1972), "Eine Jungfrau in den Krallen von Vampiren" (1972) oder "Vampira" (1974).
Besonders hervor zu heben sind noch folgende Filme: "The Living Dead Girl" (1982), "Begierde" (1983), "Lifeforce - Die tödliche Bedrohung" (1985), "Einmal beißen bitte" (1985) und "Vamp" (1986). Bis heute bleibt die Erotik ein wichtiger Bestandteil des Vampir-Filmes, weitestgehend sind dessen Vertreter doch mehr in Komödien anzutreffen.
Doch zurück zu "Blut an den Lippen", der dem normalen Vampirfilm etwas stahl, die Attribute, die man aus den einschlägigen Filmen davor kannte: Knoblauch, geweihte Kreuze und Kruzifixe. Harry Kümel ersetzte sie durch eine fulminante, jedoch auch trostlose Kulisse der mondänen Optik. Wenn gewisse Kritiker "Blut an den Lippen" mit Nicolas Roegs "Wenn die Gondeln Trauer tragen" vergleichen, geschieht dies sicherlich aus diesem Grund. "Blut an den Lippen" ist einerseits kühl, sogar frostig; andererseits höchst lebendig durch die Nacktheit der Darsteller, aber insgesamt düster und beklemmend - ja sogar immens unheilvoll, ohne dass irgendetwas in Sachen Horror direkt geschieht. Dem passt sich auch der Score an. Hier geschieht alles - und doch wieder sehr wenig!
Wer den lauten, gnadenlosen Horrorfilm sucht, der voller Blut und Ekelzutaten gespickt ist, wird hier fehl am Platze sein. Wer das Außergewöhnliche sehen will, wird sogar nach dem dritten Mal anschauen, stets neue Blickwinkel des Geschehens entdecken!
Das ist Horror der eleganten Art, feines leises Kino voller wahrer Dramatik, übertragenen Anspielungen, höchster Erotik und hintergründigem Horror - und die Neuveröffentlichung wartet zudem mit vielen tollen und sehenswerten Extras auf - und auch in bester Bild- und Tonqualität auf Blu-ray.

Horror und Erotik für den wahren Film-Freak. Ein Must-See-Titel allemal!


Unsere Bewertung: Note 1.
(Note 1 = sehr gut, Note 6 = nicht zu empfehlen.)


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