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Reality XL - Realität ist ein Traum (2012)

Über die Darsteller:

Annika Greta Blendl wurde am 16. Juni 1981 in München, Bayern, Deutschland geboren und war bisher u. a. zu sehen in: Das Duo: Der tote Mann und das Meer, 2012: Kissenschlacht, 2011; Tatort: Das schwarze Haus, 2011; Bella Block: Stich ins Herz, 2011; Transit, 2010; Unkraut im Paradies, 2010; Zweiohrküken, 2009; Marie Brand und das mörderische Vergessen, 2009; Ein starkes Team: Die Schöne vom Beckenrand, 2009; TV: Unschuldig, 2008; TV: Mord mit Aussicht, 2008; After Effect, 2007; Tatort: Racheengel, 2007; Nichts ist vergessen, 2007; TV: GSG 9 - Die Eliteeinheit, 2007; TV: Donna Roma, 2007; Maria am Wasser, 2006; TV: Stolberg, 2006; Lulu, 2006; Gespenster, 2005; Farland, 2004; Mondlandung, 2004; Kalter Frühling, 2004; TV: SOKO Köln, 2003; Heimatfilm!, 2003; Tatort: Veras Waffen, 2003; In der Mitte eines Lebens, 2002; Die Frauenversteher: Männer unter sich, 2002; Tatort: Oskar, 2002; Love Crash, 2001; TV: Der letzte Zeuge, 1998; TV: Die Rettungsflieger, 1997; TV: Heimatgeschichten, 1994.

 

Kommentar zum Film:

Ganz klar vorweg, wer hier einen rasanten Mystery-Action-Film sehen will, der Anleihen bei Science Fiction und Horror nimmt, wird bitterlich enttäuscht sein. Hier wird ein grandioses Kammerspiel geboten. Relativ gesehen, ein Vier- Personen-Mystery-Spiel. Die Geschichte beginnt mit Professor Carus, als er am Vorabend seines Verhörs, übermüdet versucht eine Formel aufs Papier zu bringen, während in dieser Nacht draußen ein Unwetter mit Regen, Sturm, Blitz und Donner niedergeht. Am nächsten Tag befindet er sich an einem für ihn unbekannten Ort, der einer Sternwarte gleicht. Dort wird er von einem Schriftführer, von einer Polizistin und dem Staatsanwalt in einen Verhör-Raum gebracht. Das Verhör beginnt.
Dialoge vom Feinsten, hinterdacht, verworren, umständlich, verführerisch, geradlinig, zweideutig: So windet sich Professor Carus in erklärenden Physik, in redegewandtem Duell mit den beiden Verhör-Spezialisten. Manchmal wird das Verhör-Szenario unterbrochen durch einen Schriftführer, der störend das WC aufsucht und eindringlich mahnt, kein weiteres Wort zu wechseln.
Professor Carus wird mit einigen materiellen Überbleibseln der verschwundenen Kollegen konfrontiert; darunter auch eine teure modischaktuelle Sonnenbrille, die er schon immer haben wollte. Das Verhör ist makaber, verstörend, gefährlich - droht wirklich das Ende der Welt?
Jeder der Schauspieler wirkt in seiner Rolle mehr als überzeugend. Aber Heiner Lauterbach gelingt ein Bravourstück, er ist der Professor, verschroben, eigensinnig, eigenwillig, behäbig, kurios, genial. Ihm kauft man diese Rolle voll und ganz ab, was er sagt, sind keine einstudierten Texte, sondern das ist er - er aus seinem voll überzeugtem Inneren. Die Regie von Tom Bohn, sein Erstlingswerk, ist voll am Geschehen dran, hart, kongenial, konsequent - aber doch voller Spielräume, frei und leicht. Man darf gespannt sein, was Tom Bohn als nächstes auf die Beine stellt!

Alles hätte so schön enden können! Das Grundthema, das so viel Fragen aufwirft, so viele ungelöste Fragen in den Raum stellt - und das mit einem Finale in ein Fiasko verwandeln hätte können. Das Finale ist ein Fiasko - leider! Es endet so erbärmlich einfach, wie wir - Otto Normalverbraucher - es auch erfinden hätten können, vielleicht sogar um einen Quantensprung besser!
Was wäre möglich gewesen, was hätten wir uns gewünscht? (Erklärung: man kann als Kritiker nicht nur das Ende eines Filmes verdammen, dann muss man auch Lösungen anbieten.) Möglich gewesen wäre: die fiktive Endung und den gesamten Ablauf als das Erleben eines Koma-Patienten darzustellen; das 'schwarze Loch' einzubeziehen
und das Verhör hierin aufzulösen - und den Film in edlem Schwarz zu beenden; das Verhör als Film zu behandeln, der am Ende von Wissenschaftlern diskutiert wird, die über den Sinn und Zweck des Teilchenbeschleunigers resümieren; auf jeden Fall so viel anderes als das wirkliche Finale die Auflösung der Geschichte bietet. Da wir das klägliche Ende des Filmes nicht verraten wollen, endet hier unser heutiger Kommentar!

Trotzdem empfehlen wir den Film dem wahren Cineasten!
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