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Weitere Infos für
James Bond 007 - Im Geheimdienst ihrer Majestät (1969)

Über den Regisseur:

Peter R. Hunt wurde als Peter Roger Hunt am 11. März 1925 in London, England, GB geboren und verstarb an den Folgen einer Herzinsuffizienz am 14. August 2002 in Santa Monica, Kalifornien, USA. Er führte Regie u. a. bei folgenden Filmen: Eyes of a Witness, 1991; Der Mordanschlag, 1987; Wildgänse II, 1985; TV: Die letzten Tage von Pompeji, 1984; TV: Philip Marlowe, Private Eye, 1984; Yukon, 1981; Rettet die Bestien, 1978; Gullivers Reisen, 1977; Brüll den Teufel an/Zwei gegen Tod und Teufel, 1976; Gold, 1974; TV: Die Zwei, 1971; Im Geheimdienst Ihrer Majestät, 1969. Zudem war er als Cutter (der Schnitt des Filmes) zahlreich tätig, so u. a. für folgende Filme: Ipcress - Streng geheim, 1965; Feuerball, 1965; Goldfinger, 1964; Liebesgrüße aus Moskau, 1963; James Bond 007 jagt Dr. No, 1962; Die letzte Fahrt der Bismarck, 1960; Fähre nach Hongkong, 1959; Zustände wie im Paradies, 1957; Stranger from Venus, 1954.



Über die Darsteller:

Ilse Steppat wurde am 30. November 1917 in Barmen (das ist heute Wuppertal), Deutschland geboren und verstarb an den Folgen eines Herzinfarkts am 22. Dezember 1969 in Berlin, Deutschland. Sie war u. a. zu sehen in (nur eine kleine Auswahl): TV: Alle Hunde lieben Theobald, 1969; Eine etwas sonderbare Dame, 1968; Altaich, 1968; Jerry Cotton - Der Tod im roten Jaguar, 1968; Die blaue Hand, 1967; Der Krake, 1965; Der unheimliche Mönch, 1965; Die Gruft mit dem Rätselschloss, 1964; TV: Das Haus der Schlangen, 1964; Apartmentzauber, 1963; Der Unsichtbare, 1963; Die Post geht ab, 1962; Der jüngste Tag, 1961; Im Namen meiner Mutter, 1960; Pension Schöller, 1960; Auf Engel schießt man nicht, 1960; TV: Sie schreiben mit, 1958; Romarei - Das Mädchen mit den grünen Augen, 1958; Nachtschwester Ingeborg, 1958; Der versteinerte Wald, 1957; Waldwinter, 1956; Der Hauptmann und sein Held, 1955; Die Ratten, 1955; Das Phantom des großen Zeltes, 1954; Rittmeister Wronski, 1954; Lockende Sterne, 1952; Wenn abends die Heide träumt, 1952; Die Tat des Anderen, 1951; Der Mann, der zweimal leben wollte, 1950; Die Brücke, 1949; Die blauen Schwerter, 1949; Ehe im Schatten, 1947.

Diana Rigg wurde am 20. Juli 1938 in Doncaster, Yorkshire, England, GB geboren und wirkte bisher u. a. mit in (nur eine kleine Auswahl): TV: Game of Thrones - Das Lied von Eis und Feuer (als Olenna Tyrell in 9 Folgen von 2013 bis 2014), 2013; TV: Doctor Who, 2013; Der bunte Schleier, 2006; Heidi, 2005; TV-Miniserie: Charles II: The Power and the Passion, 2003; The American, 2001; Am Anfang, 2000; Rebecca, 1997; Die skandalösen Abenteuer der Moll Flanders, 1996; Die Bibel - Samson und Delila, 1996; Helen Walker - Schatten des Bösen, 1995; Danielle Steel - Abschied von St. Petersburg, 1995; A Good Man in Africa, 1994; Der Tanz des Dschinghis Cohn, 1993; Cyborg Agent, 1993; TV-Miniserie: Mother Love, 1989; Schneewittchen, 1988; Wagnis der Liebe, 1987; TV-Miniserie: Bleak House, 1985; King Lear, 1982; Zeugin der Anklage, 1982; Das Böse unter der Sonne, 1982; Das Lächeln einer Sommernacht, 1977; TV: Diana, 1973; Theater des Grauens, 1973; Hospital, 1971; Julius Caesar, 1970; Mörder GmbH, 1969; James Bond 007 - Im Geheimdienst Ihrer Majestät, 1969; Emma Peel: Meine tollsten Abenteuer mit John Steed, 1968; Sommernachtstraum, 1968; TV: Mit Schirm, Charme und Melone (als Diana Rigg in 51 Folgen von  965 bis 1968), 1965; TV: The Sentimental Agent, 1963.

George Lazenby wurde am 5. September 1939 in Queanbeyan, New South Wales, Australien geboren und wirkte bisher u. a. mit in (nur eine sehr kleine Auswahl): TV: Legit, 2014; A Winter Rose, 2013; Snow Job - Auf der Piste ist die Hölle los, 2002; Spider's Weg - Die Beute der Spinne, 2001; Four Dogs Playing Poker - Einer für alle, 2000; Moments of Danger, 1998; TV: Team Knight Rider, 1998; Jack in Hollywood, 1996; Emmanuelle's Secret, 1995; The Babysitters, 1994; Emmanuelles Geheimnis, 1993, Emmanuelle in Afrika, 1993; Emmanuelles Parfüm, 1993; Emmanuelle in Tibet, 1993; Emmanuelles Freundin, 1993; Gettysburg, 1993; Eyes of the Beholder, 1992; TV: Superboy, 1990; TV: Freddys Nightmare, 1989; Rage to Kill, 1986; Lance - Stirb niemals jung, 1986; TV: Rituals, 1984; TV: Der Ninja- Meister, 1984; Thunderball, 1983; TV: Frank Buck - Abenteuer in Malaysia, 1983; Der letzte Harem, 1981; Die nackte Bombe, 1980; Saint Jack, 1979; Der Einzelkämpfer, 1978; Cover Girls, 1977; The Kentucky Fried Movie, 1977; TV: The Quest, 1976; Todeskommando Queensway, 1976; Der Mann von Hongkong, 1975; Kung Fu Killers, 1974; Stoner, 1974; Heiße Ware aus Hongkong, 1973; The Child - Die Stadt wird zum Alptraum, 1972; Universal Soldier, 1971; TV: Omnibus, 1970; Agent 077 - Heißes Pflaster Tanger, 1965.



Small Talk:

Der sechste Kinofilm der James Bond Filmreihe basiert auf dem Ian Fleming Roman "Im Dienst Ihrer Majestät", war zunächst als vierter Film geplant, musste aber auf Grund rechtlicher Streitigkeiten, denn man einigte sich mit Kevin McClory über die Rechte von "Feuerball", nach hinten verschoben werden und "Feuerball" kam zunächst zur Realisierung.
Dann verschob man "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" nochmals nach hinten, da man befürchtete, dass die Geschichten zu ähnlich seien.

Sean Connery stand dieses Mal nicht zur Verfügung, da er sich beklagt hatte, zu sehr auf die Rolle des James Bond festgelegt zu werden, aber auch, dass die Dreharbeiten für jeden Film immer mehr Zeit in Anspruch nahmen, aber er kommerziell davon nichts hatte.
Eon Productions löste den alten Vertrag mit Sean Connery auf und man einigte sich auf einen Einzelvertrag für den Film "Man lebt nur zweimal", auch Bonds Gage wurde erhöht.
Deutlich hatte Sean Connery erklärt, dass er nach "Man lebt nur zweimal" nicht mehr zur Verfügung stände. Natürlich versuchte man ihn auch für "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" erneut zu überreden, mit höheren Gagen.
Als der Beginn der Dreharbeiten immer näher rückte und man feststellte, das Sean Connery für Dreharbeiten des Filmes "Shalako" nach Spanien abgereist war, war klar, dass er dieses Mal nicht zu überzeugen gewesen war.
Zunächst waren für den Cast als James Bond die Schauspieler Roger Moore und Timothy Dalton im Gespräch, dann auch Darsteller wie Roy Thinnes (Invasion von der Wega) oder Adam West (TV-Serie "Batman", 1966 bis 1968). Doch auch diese Personen wurden nicht besetzt. Zu einem letzten Kameratest hatte man im April 1968 Anthony Rogers (bekannt aus der TV-Serie "Doctor Who", 1963; Rote Linie 7000, 1965; El Dorado, 1966; Camelot - Am Hofe König Arthurs, 1967), Robert Campbell, John Richardson (bekannt u. a. aus: Piraten von Tortuga, 1961; Herrscherin der Wüste/SHE, 1965; Eine Million Jahr vor unserer Zeit, 1966; Jung, blond und tödlich, 1967; Scheideweg einer Nonne, 1967), sowie Hans de Vries (TV: Simon Templar, 1966; James Bond 007 - Man lebt nur zweimal, 1967; TV: Doctor Who, 1967; Das Milliarden Dollar Gehirn, 1967) und George Lazenby (Agent 077 - Heißes Pflaster Tanger, 1965) eingeladen. Es gab Liebes- und auch Kampfszenen zu absolvieren, bei denen sich besonders Broccoli von George Lazenby beeindruckt fühlte - und dieser erhielt dann auch die Rolle. Zudem gab es eine gewisse optische Ähnlichkeit zu Sean Connery. Zudem wurden die restlichen Rollen querfeldein durch prominente Mitspieler besetzt: Telly Savalas, Ilse Steppat, sowie Diana Rigg, bekannt aus der Agenten-TV-Serie "Mit Schirm, Charme und Melone".
Zudem hatte die spätere Serienbesetzung der Purdey (in den "The New Avengers") hier in "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" ebenfalls ein Rolle. Sie war eine der zehn jungen Frauen, die Blofeld mit Krankheitserregern auf den Weg schickte.
Damit war sie nach Honor Blackman (die die Vorgängern von Diana Rigg in "Mit Schirm, Charme und Melone" gewesen war und in "Goldfinger" mitgespielt hatte, nun die dritte Schauspielerin dieser Serie, die in einem Bond-Film mitwirken konnte. Sogar in einem späteren Bond-Film, nämlich in "In tödlicher Mission" wird nochmals Bezug auf Bonds Ehe mit Teresa genommen, zu Beginn dieses Filmes steht Roger Moore alias James Bond am Grab seiner Frau Teresa, der dort Blumen niederlegt.

Die Gipfelfestung auf dem Piz Gloria gibt es wirklich, obwohl Piz Gloria rein fiktiv ist, sie steht auf dem Schilthorn. Die damals vorhandene Baulichkeit wurde für den Film, durch Kosten der Produzenten, wesentlich erweitert und sind, wie auch die Seilbahn dort hinauf, auch heute noch vorhanden. Sogar ein Helikopterlandeplatz wurde gebaut, der heute als Aussichtsplattform dient.

Der Titeltrailer beinhaltet dieses Mal (in einer Sanduhr) Szenen aus früheren Bond-Filmen, damit wollte man eine aktuelle Nähe zu den Sean Connery-Filmen herstellen. Der Titelscore ist dieses Mal kein gesungenes Lied, sondern wird nur instrumental eingespielt. Das Liebeslied "We have All The Time in the World" das man bei der ersten näheren Begegnung mit Tracy gespielt, gesungen wurde es von Louis Armstrong, dessen letzter Song dies war, er verstarb am 6. Juli 1971.
Bekannte Titelsongs werden hier in "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" immer wieder eingespielt, so das "Goldfinger"-Thema, während Bond das erste Mal Draco trifft, aber auch die restlichen Filme kann man hören, als James Bond seinen Schreibtisch aufräumt und Gegenstände aus früheren Filmen findet.
Sean Connery-Synchronsprecher Gert Günther Hoffmann sprach auch in diesem Film die Figur des James Bond, der dieses Mal von George Lazenby gespielt wurde, lediglich für die DVD-Nachsynchronisationen musste man Erich Räuker einsetzen. Gert Günther Hoffmann starb am 17. November 1997.

Die weltweiten Kinoeinspielergebnisse liegen irgendwo bei 31 Millionen US-Dollar, waren also wesentlich geringer, als Zahlen die man zuvor gewohnt war. Trotzdem hatte der Film das höchste Einspielergebnis an ersten Auswertungstag und der Film war vier Wochen lang die No. 1 in den amerikanischen Kinos.

Die spektakulären Ski-Stunts, während sich Bond durch Flucht seiner Gefangennahme entzieht, wurden von keinem Geringeren als Willy Bogner kreiert.

Dieser Bondfilm war bis zum Kinostart von "Casino Royale" (mit Daniel Craig) der längste Bond-Film, er hatte eine Länge von 140 Minuten, also zwei ganze Stunden und 20 Minuten Laufzeit.

Kurios ist dass man Katja Ebsteins Lied, auf dem Bahnhof in Lauterbrunn und auf der Eisbahn in Mürren, durch die englische Originalversion von Nina ersetzt hat. In der deutschen Fassung hört man trotzdem Katja Ebstein im Hintergrund, sobald Dialoge ablaufen.





Kommentar zum Film:

Obwohl es viele Fans und Kritiker gibt, die diesen neuen Bond und natürlich gerade auch den neuen Bond-Darsteller George Lazenby als den schlechtesten Film der ganzen Bond-Reihe ansehen, denke ich, Bernard Lohner, dass er einer der besten Filme der Reihe ist - und weis, dass auch etliche Bond-Fans dies so empfinden. Denn erstmals zeigt Bond wirkliche Gefühle, ja, er heiratet sogar.
George Lazenby macht seine Sache als James Bond wirklich gut, auch viele Stunts wurden von ihm persönlich ausgeführt. Getragen wird der Film aber auch durch sehr starke Filmpartner, Telly Savalas ist ein echt fieser, böser Blofeld; Ilse Steppat eine echt fiese Mithelferin des Bösen und Diana Rigg ist einsame Spitze, sexy, intelligent und verletztlich zugleich.


Dieser Bondfilm ist geradlinig in seiner Erzählstruktur, knallhart, actionreich ohne allzuviele lächerliche Extras, er ist realer als die sci-fi-orientierten Vorgänger!

Unsere Bewertung: ebenfalls wieder Note 1,5.
(Note 1 = sehr gut, Note 6 = nicht zu empfehlen.)

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