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Das Versteck - Angst und Mord im Mädcheninternat (1969)

Über den Regisseur:

Narciso Ibanez Serrador wurde am 4. Juli 1935 in Montevideo, Uruguay geboren und führte bisher Regie u. a. bei folgenden Filmen: Blame, 2006; Scream, 1976; Das Versteck, 1969; La Zarpa, 1967; El Trapero, 1965. Zudem arbeitet er auch als Schauspieler, Drehbuchautor und Produzent.



Über die Darsteller:

Cristina Galbo wurde am 17. Januar 1950 in Madrid, Spanien geboren und wirkte bisher u. a. mit in: Supernatural, 1981; TV: Sonnenpferde, 1980; Frauen im Zuchthaus, 1974; Das Leichenhaus der lebenden Toten, 1974; Das Geheimnis der grünen Stecknadel, 1972; Das Versteck, 1969; 2 x Judas, 1969; Glut der Sonne, 1967; I kill, You kill, 1965.

Maribel Martin wurde am 1. November 1954 in Madrid, Spanien geboren und war bisher u. a. zu sehen in: Moon Child, 1989; Die Brut des Bösen, 1979; Whisky and Ghosts, 1974; TV: Sergeant Berry, 1974; Ein Toter lacht als Letzter, 1973; The Blood Spattered Bride, 1972; Das Versteck, 1969; The Big Family, 1962.

Lilli Palmer wurde am 24. Mai 1914 in Posen, Preußen, Deutschland (das ist heute Poznan in Polen) geboren und verstarb am 27. Januar 1986 an einer Krebserkrankung im Alter von 71 Jahren in Los Angeles, Kalifornien, USA. Sie wirkte u. a. mit in (nur eine kleine Auswahl): TV- Miniserie: Peter der Große, 1986; Der 4 1/2 Billionen Dollar Vertrag, 1985; Feine Gesellschaft - beschränkte Haftung, 1982; Weekend, 1980; The Boys from Brazil, 1978; TV-Miniserie: Eine Frau bleibt eine Frau, 1973; Diabolisch, 1972; Mord in der Rue Morgue, 1971; Das ausschweifenden Leben des Marquis de Sade, 1969; Der Killer und die Dirne, 1969; Der Mann mit der Torpedohaut, 1969; Das Versteck, 1969; Der Haftbefehl, 1968; Der mysteriöse Mr. Sebastian, 1968; König Oedipus, 1967; Das Tagebuch der Anne Frank, 1967; Paarungen, 1967; Der Kongress amüsiert sich, 1966; 2 Girls vom roten Stern, 1966; Die amourösen Abenteuer der Moll Flanders, 1965; Geheimaktion Crossbow, 1965; Die Unmoralischen, 1964; Das große Liebesspiel, 1963; Flucht der weißen Hengste, 1963; Erotica, 1962; Treffpunkt Tanger, 1962; Verrat auf Befehl, 1962; In angenehmer Gesellschaft, 1961; Frau Warrens Gewerbe, 1960; Mädchen in Uniform, 1958; Teufel in Seide, 1956; Anastasia - Die letzte Zarentochter, 1956; Das Himmelbett, 1952; Die Hafenbar von Marseille, 1949; Jagd nach Millionen, 1947; Der letzte Sündenfall, 1945; Die Kammer des Schreckens, 1940; Sunset in Vienna, 1937; Geheimagent, 1936; The First Offence, 1933.




Kommentar zum Film:

Einer der wenigen spanischen Beiträge zum vorrangig italienischen Giallo-Genre, der zudem vornehmlich gut gelungen ist. Ein bestialischer Triebtäter, scheinbar auch ein männlicher Killer, ist in den dunklen Fluren und Hallen des Mädcheninternats unterwegs - und da es dort eben wenige männliche Personen gibt, zeichnet sich schon sehr schnell ab, wer der Killer ist. Dabei darf man hier auch das Wort Giallo gleich mit Horror in Verbindung bringen, was widerum eher seltener beim italienischen Gialli ist. Unzählige Kameraeinstellungen, Szenen und Kamerafahrten aus etwas anderen Sichtweisen, sowie das brutale Killergeschehen und auch die düsteren, dunklen Stimmungen des Kellers und des Internats sind eindeutigeZuordnungen zu diesem Genre, wozu auch das Entstehungsjahr gehört.

Der Film baut seine Geschichte, ebenso wie die Spannung kontinuierlich auf. Die Charaktere, vor allen der von Lilli Palmer als Madame Forneau, werden sehr gut dargestellt und erhalten Tiefe, was hier der guten Regiearbeit zu verdanken ist. Und dann erst der Score, der in sensiblen Tönen mehr Grauen und Ungemach erzeugt, als so mancher anderer brutaler Horrorfilm!

Kurios zunächst, aber aus den Kulissen des Internats ersichtlich, ist, dass der Film auch heute noch sehr frisch wirkt und auch die Krimistory mit den Gothic-Horror-Elementen ist aktuell geblieben. Es baut sich auf, das Gruseln und das ungute Gefühl im Magen, hier wird man in die Handlung gezogen, ohne dass man es direkt merkt. Man spürt das Grauen wie es aufsteigt, sich manifestiert und es lässt uns nicht mehr los, bis ins Finale, das dann so abrupt endet, dass der Schock sogar noch nachwirkt. Selten wirken Filme, so wie es "Das Versteck" erzeugt, nach! Genre-Fans werden dabei auch eine Nähe zu dem genialen Machwerk von Dario Argento namens "Suspiria" feststellen, dieser traumwandlerische Surrealismus wirkt hier wie dort enorm.

Und noch eines, wer hier "Sex" sucht, wird ihn offen nicht finden, die Erotik ist trotzdem ungemein und wird mit subtilen Stilmitteln oft mehr und besser erreicht, als in anderen Filmen wo man die Nacktheit, die Scham und den Sex offensichtlich zur Schau stellt.


So kann man Genre-Fans (Horror und Giallo-Krimi-Fans) diesen Klassiker nur empfehlen und lobenswert sollte man auch "Colosseo Film" erwähnen, die dieses Kleinod endlich und im richtigen Filmformat auf DVD veröffentlicht haben, nachdem er sehr lustlos bisher nur auf Video und dort im falschen Bildformat vorlag.
Zudem wartet die DVD mit etlichen Extras auf!

Unsere Bewertung: Note 1.
(Note 1 = sehr gut, Note 6 = nicht zu empfehlen.)

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