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Der vergessene Sherlock Holmes

DER VERGESSENE SHERLOCK HOLMES

 

Er war weder der erste noch natürlich der einzige Detektiv in der Literatur- und Filmgeschichte (den ersten Detektiv, Auguste Dupin, ‚erfand‘ Edgar Allan Poe bereits in den 1840ern, und ab den 1920ern bekam er ‚Konkurrenz‘ von Agatha Christies herrlich schrägem Hercule Poirot, und ab den 1930ern von den hartgesottenen amerikanischen ‚Schnüfflern‘ wie Hammetts Sam Spade und Chandlers Philip Marlowe) – aber er ist und bleibt eine Ikone, eine Kultfigur, die seit weit über 120 Jahren besteht und sich gerade in den letzten Jahren einer großen ‚Renaissance‘ erfreut: Sherlock Holmes.

‘Geschaffen’ wurde er von Sir Arthur Conan Doyle (1859-1930) aus Edinburgh, Schottland, der zunächst Medizin studiert hatte, aber bald seine Leidenschaft fürs Schreiben entdeckte, und schon ab 1879 erste Kurzgeschichten veröffentlichte – und 1886, in seinem ersten Roman “A Study in Scarlet” (Eine Studie in Scharlachrot), stellte er der Welt seine Protagonisten, die bald weltberühmt werden sollten, vor: Dr. Watson wurde gerade aus Armee entlassen und zieht bei Privatdetektiv Sherlock Holmes in Baker Street 221A in London ein, um einen mysteriösen Mordfall mit Blutstropfen ohne Wunde an der Leiche und der Botschaft ‚RACHE‘, geschrieben in Deutsch, zu lösen... Und Holmes, abgesehen davon, daß er rundum ein skurriler Charakter ist, setzt auch moderne kriminalistische Methoden wie chemische und biologische Analyse ein – und, zum ersten Mal in der Geschichte des Detektivromans, ein Vergrößerungsglas! Selbstverständlich wird der Mörder zur Strecke gebracht, aber Holmes will den erfolgreich abgeschlossenen Fall nicht veröffentlichen, also schreibt von nun an (fast) immer Watson seine Fälle nieder.

Nachdem der ungewöhnliche Roman Erfolg fand, folgte 1890 „The Sign of the Four“ (Das Zeichen der Vier), zuerst veröffentlicht als Fortsetzungsroman im Monatsmagazin „Lippincott’s“, dann in Buchform; dieses Mal geht es um einen indischen Schatz, an dem vier Leute einen Anteil haben, darunter auch Mary Morstan, in die Watson sich verliebt und die er später heiraten wird... Und der Leser erfährt bei dieser Gelegenheit auch erstmals, daß Holmes nicht nur Geige spielt und Pfeife raucht, sondern auch Kokain nimmt!

Ab 1891 schrieb Conan Doyle eine ganze Reihe von Kurzgeschichten um seinen Detektivhelden im „Strand Magazine“ – und dadurch wurde Holmes erst richtig berühmt! (Insgesamt 56 seiner Abenteuer wurden bis 1927 veröffentlicht.) Einige der bekanntesten (die auch alle später verfilmt wurden) waren 1891 „The Speckled Band“ (Das gesprenkelte Band), 1892 „The Beryl Coronet“ (Die Beryll-Krone) und „The Copper Beeches“ (Die Blutbuchen), 1893 “The Musgrave Ritual” (Das Musgrave-Ritual) und “The Final Problem” (Das letzte Problem); und hier stirbt Holmes zusammen mit seinem Erzwidersacher Professor Moriarty in den Reichenbachfällen in der Schweiz!

So mußte, auf Verlangen der Leser, Conan Doyle seinen Helden später in Form von ‚Rückblenden‘ auf seine früheren Fälle wiederbeleben: 1902 kam der dritte und wohl berühmteste Holmes-Roman „The Hound of the Baskervilles“ (Der Hund von Baskerville) heraus, der auch zuerst als Fortsetzungsroman erschien, und ‚datiert‘ war vor seinem ‚Tod‘ 1893... Und anschließend folgte noch ein Zyklus von Kurzgeschichten, darunter 1905 “The Six Napoleons” (Die sechs Napoleons) und 1911 “The Red Circle” (Der rote Kreis), und 1914 wurde schließlich der letzte Roman um das große Detektiv-Genie veröffentlicht: „The Valley of Fear“ (Das Tal der Angst).

Wer sind nun die weltberühmten Charaktere, die längst Kultstatus erreicht haben? Zunächst haben wir selbstverständlich Sherlock Holmes selbst: ein Exzentriker wie er im Buche steht – wie es Genies halt nunmal an sich haben... Ein britischer Snob par excellence, aber ausgestattet mit einem Gehirn scharf wie ein Rasiermesser; aus den kleinsten Indizien folgert er die wichtigsten Schlüsse, und wenn ihn sein Assistent Dr. Watson fragt, woher er nun DAS wieder gewußt hat, antwortet er nur lakonisch: „Elementar, mein lieber Watson, elementar.‘“ Zur Beruhigung und zur Konzentration spielt er Geige und raucht Pfeife, und um seine ‚kleinen grauen Zellen‘ in stetiger Bereitschaft zu halten, spritzt er sich gelegentlich eine Dosis Kokain... Auf der anderen Seite jedoch herrscht das völlige Chaos (das wohl nur ER zu überblicken weiß) in seinem Büro: seine sämtlichen Papiere, von denen er nie ein einziges vernichtet, stapeln sich überall an, und im Nebenraum führt er chemische Experimente durch.

Holmes ist lang und dünn (denn wenn er intensiv mit einem schwierigen Fall beschäftigt ist, kann er oft tagelang nichts essen), und gekleidet wie ein echter Dandy aus der viktorianischen Zeit: mit der berühmten Jagdmütze, einem weitschwingenden Cape und darunter selbstverständlich Anzug, Weste und Fliege.

Nun zu seinem treuen Freund und Gehilfen Dr. Watson: er zieht nach seiner Entlassung aus der Armee bei Holmes ein, wird zu seinem Assistenten, über dessen ‚unzureichende‘ kriminalistische Fähigkeiten sich das große Genie oft genug lustig macht (ähnlich wie Hercule Poirot über Captain Hastings), und schreibt fast alle seine Fälle nieder, nachdem sich Holmes weigert, es selbst zu tun. Watson ist ein gutherziger, jovialer, manchmal etwas einfältiger ehemaliger Militärarzt, stets hilfsbereit und begeistert, seinem großen Freund bei der Lösung seiner Fälle beistehen zu ‚dürfen‘.

Natürlich sind zwei Männer nun nicht in der Lage, ‚allein‘ einen Haushalt zu führen, und so ist da auch noch Mrs. Hudson, eine waschechte Schottin, die Vermieterin und gleichzeitig Haushälterin von Holmes und Watson ist; und sie will das Haus stets blitzsauber und aufgeräumt sehen und ist so oft äußerst geschockt von Holmes‘ Chaos, seinen Experimenten und Kunden! Sie kocht hervorragend und macht sich stets Sorgen, wenn der große Detektiv, in einen verzwickten Fall vertieft, nicht genug ißt; und nachdem ihr Alter nur vage angedeutet wird und sie alleinstehend ist, wird manchmal angedeutet, daß sie mehr ist als nur Holmes‘ Vermieterin...

Aber damit kein Verdacht aufkommt von wegen Homosexualität (was in viktorianischen Zeiten, im Gegensatz zu Kokain-Konsum, strafbar war), bekommt auch Dr. Watson zumindest zeitweise weibliche Gesellschaft: die junge Mary Morstan, Holmes‘ Kundin in „The Sign of the Four“, die er schließlich heiratet; aber als sie stirbt (was nur so nebenbei erwähnt wird), zieht Watson wieder bei Holmes ein.

Dann ist da noch Billy, Holmes’ junger Page, der gelegentlich in Doyles Romanen erscheint, aber öfters in den Theaterstücken und Filmen um Holmes – mit dieser Rolle begann übrigens 1903 (mit 14 Jahren) Charlie Chaplin seine Bühnenkarriere! Und natürlich braucht ein Detektiv auch seinen Spürhund: Toby, ein Spaniel-Mischling, der ihm mehr als einmal bei seinen Ermittlungen hilft.

Aber nun zu Holmes‘ Erzfeind: der berüchtigte Professor Moriarty, ein kriminelles Genie, das praktisch allgegenwärtig ist und das gesamte organisierte Verbrechen in England kontrolliert, und nur allzugern sowohl sein eigenes Gehirn wie auch sein überentwickeltes Selbstbewußtsein mit dem seines Widersachers mißt. In Doyle’s Geschichte „Das letzte Problem“ stirbt er zusammen mit Holmes, während er in den Filmen gleich etliche Male ‚stirbt‘, aber immer ‚wiederaufersteht‘...

 

Sherlock Holmes im Film

Aufgrund des immensen Erfolgs von Doyles Romanen und Kurzgeschichten entstanden natürlich schon bald erste Bühnenstücke basierend auf Holmes’ Abenteuer: 1899 schrieb William Gillette Doyle’s Stück „Sherlock Holmes“ um, das mehrere von Holmes‘ berühmtesten Fällen beinhaltet, und spielte auch selbst die Hauptrolle; und so wurde Sherlock Holmes bald in britischen wie in amerikanischen Theatern zum beliebten Helden – und nachdem um die Jahrhundertwende gerade das neue Medium Film in der Entstehung begriffen war, war es nur eine Frage der Zeit, wann der große Detektiv auch dort auftauchen würde...

Den Anfang machte 1900 „Sherlock Holmes Baffled“, ein noch recht unbeholfener Experimental-Kurzfilm ohne irgendeine Handlung; aber 1905 entstand „Adventures of Sherlock Holmes“ mit einem der großen Stars der Zeit, Broncho Billy Anderson, in der Titelrolle; der Film ist mehr oder weniger eine Adaption vom “Zeichen der Vier”, und markiert praktisch den Anfangspunkt einer LANGEN ‚Filmkarriere‘ für Sherlock Holmes, durch die er noch weitaus berühmter wurde als durch Doyles eigene literarische Werke...

1912 folgten “The Musgrave Ritual” und “The Copper Beeches”, beide mit Georges Treville in der Hauptrolle; und 1914 wurde erstmals „Der Hund von Baskerville“ in voller Länge verfilmt – als deutsche Produktion in 4 Teilen, mit Alwin Neuß als Holmes! 1914 wurde “A Study in Scarlet” gleich zweimal verfilmt, 1921-23 schuf Eile Norwood eine erste Holmes-Kurzfilmserie mit ganzen 31 Filmen; und dann begann das Tonfilm-Zeitalter, und der große ‚Film-Durchbruch‘ für Sherlock Holmes...

Der erste Holmes-Tonfilm, „The Return of Sherlock Holmes“ mit Clive Brook, kam 1929 in die Kinos, gefolgt von “The Sleeping Cardinal” (Der schlafende Kardinal) 1931 mit Arthur Wontner, der Holmes im Laufe der 30er Jahre insgesamt fünfmal verkörpern würde, und im gleichen Jahr “The Speckled Band” mit Raymond Massey, der uns erstmals einen etwas ‘anderen’, menschlicheren und weniger snobistischen Holmes bescherte. In den 30ern wechselten sich denn mehrere Holmes-Darsteller ab in den Verfilmungen von Doyles Werken, die fast jährlich entstanden – bis 1939 DER ‚Sherlock Holmes‘ gefunden wurde: Basil Rathbone.

In einer Reihe von insgesamt 15 Filmen bis 1946 (die ersten 2 für 20th Century-Fox, der Rest für Universal) verkörperte er zusammen mit Nigel Bruce als ‚Dr. Watson‘ (eine weitere Idealbesetzung) den englischen Detektivhelden; und die erste Verfilmung war gleich ein Superhit, der noch heute als einer der BESTEN Sherlock-Holmes-Filme aller Zeiten gilt: “Der Hund von Baskerville”. Der Roman wurde insgesamt mehr als 20mal verfilmt, in Deutschland, England und USA – aber wohl KEINE andere Version kann der von 1939 das Wasser reichen. Wir befinden uns im Jahr 1889 in Dartmoor; Sir Charles Baskerville stirbt auf mysteriöse Weise im Moor, und Dr. Mortimer gibt als Todesursache Herzversagen an, kommt aber dann zu Holmes und erzählt ihm die ganze gruslige Familiengeschichte der Baskervilles: schon 1650 wurde Hugo Baskerville, ein übler Frauenheld, von einem riesigen Hund zerfleischt, und seitdem werden regelmäßig seine herzschwachen Nachfahren von einer riesigen Hundebestie buchstäblich zu Tode erschreckt; und nun kommt der junge Erbe Charles aus dem Ausland, und der Doktor befürchtet, daß ihm das gleiche Schicksal bevorsteht...

Während des 2. Weltkriegs wurde Sherlock Holmes dann, ähnlich wie etliche seiner ‚Kollegen‘ (zum Beispiel ‚Charlie Chan‘, der beliebte chinesische Leinwand-Detektiv) zum Geheimdienst abkommandiert und erlebte ein paar Spionageabenteuer, die Arthur Conan Doyle zwar natürlich nie geschrieben hatte, aber die eben einfach der Umstände wegen gefragt waren. Danach jedoch wurde Holmes wieder in seine ‚natürliche‘ Umgebung des 19. Jahrhunderts versetzt: „The Scarlet Claw“ (Die Kralle, 1944, lediglich basierend auf Doyle’s Charakteren), “The Pearl of Death” (1944, basiert auf der Kurzgeschichte “The Six Napoleons”), „The Woman in Green“ (Die Frau in Grün, 1945), eine Mischung aus etlichen von Doyles Kurzgeschichten, „Dressed to Kill“ (Jagd auf Spieldosen, 1946), waren wieder angelehnt an verschiedene von den Abenteuern, die Doyle für Holmes geschrieben hatte, und auch die Kostüme und Kulissen wurden wieder viktorianisch.

Eine Weile lang wurde es danach still um den genialen Detektiv, denn die viktorianische Atmosphäre war ‚out‘ – bis Ende der 50er Jahre die britischen Hammer Studios den ‚guten alten‘ Horror des 19. Jahrhunderts wiederbelebten (zur gleichen Zeit, als in Hollywood AIP und Regisseur Roger Corman ihre berühmten, stilechten Poe-Adaptionen drehten): nachdem Christopher Lee und Peter Cushing bereits 1958 einen Riesenerfolg erzielt hatten in der Neuauflage von „Dracula“, wurden die beiden nun im Folgejahr engagiert für ein weiteres Remake von einem der wohl grausigsten Werke Doyles: “Der Hund von Baskerville”. Peter Cushing spielte Holmes, Christopher Lee Henry Baskerville, und Andre Morell Dr. Watson; und der geniale Detektiv stand wieder im Rampenlicht.

Nun allerdings begannen die Regisseure und Drehbuchautoren zu experimentieren: „A Study in Terror“ („Sherlock Holmes‘ größter Fall“, 1965) mit John Neville und Donald Huston präsentiert uns eine neuerfundene Story, in der Holmes Jack the Ripper, den berüchtigten Prostituierten-Mörder, entlarvt!

Und so entstand natürlich bald die erste berühmte Parodie auf den großen Detektiv: „The Private Life of Sherlock Holmes“ (Das Privatleben des Sherlock Holmes) von 1970, inszeniert von Billy Wilder, mit Robert Stephens als Holmes und Colin Blakely als Watson; aber dennoch schien der einst große und mächtige Name des genialen Verbrecherjägers nicht mehr so richtig zu ziehen...

1979 wurde „Murder by Decree“ (Mord an der Themse) gedreht, mit Christopher Plummer und James Mason; und wieder ging es um die Morde von Jack the Ripper, die diesmal aus unerfindlichen Gründen den Freimaurern in die Schuhe geschoben werden!

Erst Steven Spielberg fand den Draht, um den viktorianischen Charakter der Jugend der 80er ‚schmackhaft‘ zu machen: mit „Young Sherlock Holmes“ (Das Geheimnis des verborgenen Tempels, 1985), mit Holmes (Nicholas Rowe) und Watson (Alan Cox) als Teenager an einer Privatschule, die Sergeant Lestrade (wie auch als Erwachsene so oft) zuvorkommen und den rätselhaften Hintermann einer Mordserie an reichen Londoner Geschäftsleuten ausfindig machen – und schon war Holmes wieder ein Kinohit, wenn auch diesmal als Jugendlicher...

Bald darauf, 1988, verdrehte denn die britische Produktion „Without a Clue“ (Genie und Schnauze) mit Michael Caine und Ben Kingsley die Rollen: Dr. Watson ist hier das eigentliche kriminalistische Genie, und Holmes lediglich ein angeheuerter, versoffener Schauspieler; und ausgerechnet Professor Moriarty ist der einzige, der um Holmes‘ Geheimnis weiß...

Aber erst mit „Sherlock Holmes“ (2009) begann eine wirkliche neue Fan-Welle um den bereits mehr als 120 Jahre ‚alten‘ Superdetektiv: unter der Regie von Guy Ritchie, mit Robert Downey jr. (der für seine Darstellung einen Golden Globe erhielt) als Holmes und Jude Law als Dr. Watson, und Elementen aus verschiedenen von Doyle’s Kurzgeschichten. Der Film war so erfolgreich, daß 2011 das Sequel „Sherlock Holmes: A Game of Shadows“ (Sherlock Holmes: Spiel im Schatten) mit den gleichen Hauptdarstellern und dem gleichen humorvoll-abenteuerlichen Mix aus Doyle-Elementen gedreht wurde – und eine regelrechte ‚Sherlock-Holmes-Manie‘ begann: Computerspiele, Fernsehserien und Websites sprangen wie Pilze aus dem Boden, und die unverkennbare Holmes-Kluft wurde zu einem der beliebtesten Faschingskostüme...

Was natürlich auch zu einer ganzen Reihe von Kuriositäten führte, zum Beispiel dem DVD-Film „Sherlock Holmes“ von 2010 mit Ben Syder und Gareth David-Lloyd: hier bauten die fantasievollen Drehbuchautoren alles nur Mögliche von Monsterattacken auf London bis zu einem Mordversuch an Queen Victoria ein!

Aber für 2015 wird bereits ein neuer, ‚ernsthafterer‘ Holmes-Film erwartet: „Mr. Holmes“, wo der gealterte Detektiv im Ruhestand (Ian McKellen) sich an seine größten Fälle erinnert – lassen wir uns überraschen!

 

Sherlock Holmes im Fernsehen

Da die Blütezeit der Fernsehserien zu einer Zeit begann, in der das Interesse an Sherlock Holmes nicht allzu groß war, entstand zunächst1955 nur eine kurzlebige Serie mit Ronald Howard und Howard Marion-Crawford in den Hauptrollen, mit einigen seiner berühmten Fälle auf humorvolle Weise in Szene gesetzt. Erst nach dem Hammer-Erfolg von „Der Hund von Baskerville“ wurde eine BBC-Serie gedreht, die sich immerhin von 1965-68 halten konnte, zuerst mit Douglas Wilmer und dann mit Peter Cushing, dem Helden des Films von 1958, in der Hauptrolle.

1984-94 gelang der britischen Fernsehgesellschaft Granada Television ein recht erfolgreiches und niveauvolles ‚Revival‘ der Holmes-Geschichten, mit einer Serie von immerhin 41 Episoden, stilecht inszeniert und mit einem äußerst überzeugenden Jeremy Brett in der Hauptrolle. 2000-2002 versuchten sich dann die Kanadier an einer Reihe von TV-Filmen mit Matt Frewer als Holmes und Kenneth Welsh als Watson, aber leider mit wenig Erfolg.

Aber die Briten entdeckten ihre Liebe zu ‚ihrem‘ Superdetektiv erst wirklich wieder mit der TV-Serie „Sherlock“, die seit 2010 mit stetig wachsendem Erfolg läuft und zum Zuschauerhit Nr.1 avancierte. Benedict Cumberbatch spielt hier die Titelrolle, und Martin Freeman Dr. Watson; es gibt zwar auch noch einen Moriarty und eine Mrs. Hudson, und die Adresse in Baker Street stimmt noch – aber ansonsten ist das gesamte Konzept zeitgemäß: die Fälle spielen sich im 21. Jahrhundert ab, die jungen ‚Helden‘ sind modern gekleidet, die Verbrechen und Ermittlungsmethoden entsprechen ebenfalls einer modernen Großstadt; sprich: jegliche Illusion ist verschwunden. Aber auf der anderen Seite – Sherlock Holmes überlebt die Jahrhunderte!

 Nun meldete sich natürlich auch Hollywood wieder zu Wort mit einer modernisierten und REICHLICH verdrehten Holmes-Serie namens “Elementary”: seit 2012 läuft das Serial mit Erfolg und SEHR neuverteilten Rollen; Jonny Lee Miller als gerade aus der Drogen-Reha entlassener Holmes und Lucy Liu als Joan Watson, die sich um ihn kümmern soll, und sie lösen gemeinsam ‚zeitgemäße‘ Kriminalfälle, SEHR weitläufig verwandt mit Conan Doyles Originalen; so wird z.B. „Der Hund von Baskerville“ zum „Hund der Krebszellen“... Tja – die Zeiten wandeln sich; vielleicht wäre Sir Arthur Conan Doyle ja begeistert gewesen von all den vielen verschiedenen Ideen, die aus SEINEM unsterblichen Charakter entstanden sind: SHERLOCK HOLMES...

All die großen Filme und Serien rund um den genialen Meisterdetektiv Sherlock Holmes und seinen engen Freund Dr. Watson werden wir Ihnen hier nun ausführlich vorstellen.


Und nun mitten hinein in die umfangreichen Ermittlungen, so nach dem Motto:
"Watson, mein lieber Freund, haben sie das auch gesehen . . ."

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